Digitalisierung: Auswirkungen auf Wirtschaft & Arbeitnehmer

Die Digitalisierung treibt besonders die Industrie stark voran und bringt damit einen Wandel für die Geschäftswelt und vor allem für Arbeitnehmer mit sich.

Digitalisierung - Auswirkungen
© Robert Kneschke – Fotolia.com

Die Digitalisierung kommt so langsam auch in den Privathaushalten an. Hier können immer mehr Geräte miteinander vernetzt werden und das Leben und den Haushalt vereinfachen. In der Wirtschaft spielt die Digitalisierung schon länger eine große Rolle und in diesem Zusammenhang wird oftmals von der Industrie 4.0 gesprochen.

Vielmals sind mit dieser Veränderung Ängste verbunden. Ängste darüber, dass Arbeitsplätze durch die Automatisierung wegfallen und viel mehr Menschen zukünftig arbeitslos werden. Daher hat diese Veränderung einen gesamtgesellschaftlichen Einfluss und gehört zu den wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Doch wie genau wird sich diese Veränderung zunächst auf die Industrie auswirken? Welche Potenziale und Vorteile gibt es im Rahmen dieser modernen Industrie und wie wird sich die zukünftige Arbeitswelt verändern?

Was ist die Industrie 4.0

Im Laufe der letzten Jahrhunderte haben sich einige Entwicklungen in der Gesellschaft und Industrie durchgesetzt. Als erste Revolution wird die Einführung der Dampfkraft bezeichnet. Durch Wasserräder und Dampfräder wurden manuelle Aufgaben durch Maschinen ersetzt und es konnte eine sehr viel höhere Leistung generiert werden. Diese Revolution wird dem 18. Jahrhundert zugeschrieben.

Danach folgte die zweite Industrielle Revolution mit der Einführung der elektrischen Energie und dem Beginn der Massenproduktion. Anfang des 20. Jahrhunderts folgte die bislang letzte Revolution mit der Einführung des Fließbandes und der Automatisierung verschiedener Prozesse. Mit jeder Revolution wurde ein großer Wandel ausgelöst und die Arbeitswelt hat sich nachhaltig geändert.

Industrie 4.0 bezeichnet die Vernetzung der einzelnen Anlagen und Maschinen. Die Vernetzung betrifft aber nicht nur die Produktion, sondern die gesamte Wertschöpfungskette. Auf diese Weise können Prozesse viel besser überwacht und optimiert werden.

Eine wesentliche Änderung ergibt sich in den radikal automatisierten Prozessen. Zwar war eine zunehmende Automatisierung schon bei der dritten Industriellen Revolution wahrnehmbar, dennoch waren immer noch viele Arbeitskräfte notwendig, um die Produktion zu überwachen und zu steuern.

Durch die zunehmende Vernetzung und der höheren Prozesssicherheit können immer weniger Menschen für die Kontrolle der Prozesse eingesetzt werden. Die Maschinen sind dabei schon so fortgeschritten, dass sie die Produktion komplett selbstständig durchführen und kein Eingriff von außen mehr notwendig ist.

Dies hat einen hohen Einfluss auf das produzierende Gewerbe, denn die Produktion wird am stärksten von dieser Veränderung betroffen sein. Für etwa 15 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland wird diese Änderungen von Bedeutung sein.

Anforderungen an die Bildung

Bildung
© foxyburrow – Fotolia.com

In früheren Zeiten galt der Grundsatz, dass der erlernte Beruf ein Leben lang ausgeführt wird. Diese Vorstellung ist für die moderne Zeit nicht mehr zutreffend. Das Arbeitsleben unterliegt so starken Veränderungen, dass die Maxime des lebenslangen Lernens immer wichtiger wird.

Es ist nicht mehr wirklich entscheidend, welche Fähigkeiten und Kompetenzen direkt erworben werden, sondern wie hoch die Fähigkeit ist, sich an die laufenden Veränderungen anzupassen. Denn Vorgehensweisen, die heute noch aktuell und modern sind, sind in wenigen Jahren schon überholt.

Arbeitnehmer müssen sich schnell an diese Veränderungen anpassen, um nicht von den Aufgaben überfordert zu sein. Hierzu müssen Sie nicht nur laufende Weiterbildungsangebote wahrnehmen, sondern Sie müssen auch imstande sein, Kompetenzen selber zu erlernen.

Während der Arbeit sollten Sie das Verständnis aufbringen, neue Prozesse eigenständig zu erlernen, um die wechselnden Anforderungen zu meistern. Damit werden von Arbeitnehmern ganz andere Fähigkeiten verlangt, als noch von den vorherigen Generationen.

Zukünftige Leistungen als Kriterium für Personalauswahl

Dies stellt auch einen wesentlichen Unterschied bei der Personalauswahl dar. Hier müssen Unternehmen erkennen, welche Mitarbeiter diese Fähigkeiten mitbringen und sich flexibel an wechselnden Herausforderungen anpassen können. Es ist also nicht mehr nur entscheidend, wie gut die zukünftigen Mitarbeiter aktuell sind, sondern welche Leistung sie in der Zukunft erbringen werden.

Für moderne Unternehmen wird daher die Einbeziehung von speziellen Unternehmen, die sich auf die Rekrutierung spezialisiert haben wichtiger. Diese können das Auswahlverfahren besser gestalten und Unternehmen erhalten mit höherer Wahrscheinlichkeit Mitarbeiter, die diesen neuen Anforderungen gewachsen sind. Zu einem dieser Personalunternehmen gehört die Options Group Deutschland, welche gezielt zukunftsweisende Bewerber vermittelt.

Auswirkungen auf die Wirtschaft und Käufer

Die zunehmenden Veränderungen in der Produktion werden zum Teil auch von den neuen Bedürfnissen der Kunden getrieben. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch die Massenproduktion und Kosteneffizienz im Vordergrund standen, haben sich die Bedürfnisse heute grundlegend geändert.

Menschen möchten nicht mehr die günstigsten Massenprodukte kaufen, sondern sie legen mehr Wert darauf, die eigene Persönlichkeit durch die Produkte ausdrücken zu können. Sie möchten eine höhere Individualität erreichen. Dies wird erreicht, indem Produkte in unterschiedlichen Farben und Ausführungen erhältlich sind. Durch die Vernetzung der Produktion kann eine Umstellung zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse viel leichter vollzogen werden. Dank des Online-Shoppings wird es viel einfacher, die Bedürfnisse zu erfassen und im Rahmen standardisierter Prozesse zu erfüllen.

Digitale Schnittstellen verringern IT-Kosten für Unternehmen

Digitale Schnittstellen
© Gorodenkoff – Fotolia.com

Der größte Einfluss besteht aber in der Industrie und der Produktion an sich. Hier findet eine digitale Transformation statt, die die Produktion grundlegend verändert und für andere Prozesse sorgt. Wesentlich für diese Veränderungen sind die Integration digitaler Schnittstellen. Hier können Smart Devices, Cloud Services und das „Internet of Things“ (IoT) als wesentliche Faktoren bezeichnet werden. Die Integration von modernen Services geht sogar so weit, dass selbst Konsumenten davon profitieren können. So werden zum Beispiel Wetterstationen mit Apps ausgestattet, die es erlauben immer einen Zugriff auf das aktuelle Wetter zu haben oder die Überwachungskamera kann per Smartphone gesteuert werden.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass immer mehr Leistungen in die „Cloud“ ausgelagert werden können und weniger Investitionen in die eigene IT-Infrastruktur notwendig sind. Gerade für kleinere Unternehmen macht sich diese Veränderung bemerkbar, da auch sie nun die Angebote wahrnehmen können, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Neue Geschäftsmodelle ändern Anforderungen an Arbeitnehmer

Neben der Produktion ergeben sich durch diese Veränderungen aber auch komplett neue Geschäftsmodelle. Immer mehr Wirtschaftsleistung wird in das Internet verlegt. So ist es nicht verwunderlich, dass der aktuell reichste Mensch der Welt die erfolgreichste Online-Shopping Plattform gegründet hat. Aber auch andere Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel Streaming Dienste oder Apps, die den Alltag erleichtern haben eine immer größere Bedeutung.

So durchdringt diese Veränderung und die Industrie 4.0 nicht nur die Unternehmen, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Arbeitnehmer müssen sich immer schneller an Veränderungen anpassen und Unternehmen müssen sehr viel genauer bei der Auswahl der Mitarbeiter darauf achten, dass diese den wechselnden Anforderungen gewachsen sind.

Durch die zusätzliche Vernetzung ergibt sich die Chance, individuelle Produkte zu geringen Kosten herzustellen und den Markt der Konsumgüter nachhaltig zu verändern.

Foto1: © Robert Kneschke - Fotolia.com, Foto2: © foxyburrow - Fotolia.com, Foto3: © Gorodenkoff - Fotolia.com