Gegen „Rücken“ – Das Prinzip der Steh-Sitz-Dynamik

Langes Sitzen am Schreibtisch ist ungesund. Mit der Steh-Sitz-Dynamik können Sie aber täglich etwas Gutes für Ihren Rücken tun. Einfach mal ausprobieren!

Das Prinzip der Steh-Sitz-DynamikArbeiten an einem schlechten Arbeitsplatz macht früher oder später krank. Zu diesem Ergebnis kommen nicht nur unzählige ergonomische Studien, das können auch Millionen Arbeitnehmer mit schweren Rückenproblemen und Bandscheibenvorfällen bestätigen.

Das Problem dabei ist einfach, dass der Mensch nicht für stundenlange Perioden des Sitzens gemacht ist. Zu starre Sitzformen sorgen schnell für Verspannungen und Überbeanspruchungen von Gelenken. Auf die Dauer sind die Auswirkungen so verheerend wie ein Verkehrsunfall.

Dauerhaftes Sitzen schadet dem Rücken

Gerade bei Bürostühlen besteht ja stets die Gefahr einer schleichenden Verkümmerung des Rückens: Auf einem Stuhl neigt man dazu, sich nach vorne zu lehnen, was gleichzeitig dazu führt, dass das Becken nach hinten gekippt wird. Die Folge davon ist, dass die Bandscheiben der Wirbelsäule stärker belastet werden als normal, weil die Wirbel auf unterer Höhe wegen der Doppel-S-Form der Wirbelsäule nach innen gewölbt sind. Gleichzeitig muss auch ständig der Kopf oben gehalten werden, was den Nacken zusätzlich belastet. Verspannungen und Rückenschmerzen sind eine zwangsläufige Konsequenz dieser dauerhaften Fehlhaltungen.

Nur stehend arbeiten?

Man sehe sich nun an, wie das bei Menschen ist, die in stehender Haltung arbeiten: Man findet sie heutzutage vor allem noch im verarbeitenden Gewerbe. Die stehende Tätigkeit hält die Wirbelsäule aufrecht und gleicht sämtliche Belastungen aus. Allerdings ist auch Arbeiten im Stehen keineswegs ungefährlich: Zu langes Herumstehen auf einen Fleck führt dazu, dass die Beine aufgrund mangelnder Durchblutung schneller ermüden, und angestautes Blut in den unteren Extremitäten kann über längere Zeit zu ernsthaften Krampfadern und Thrombosen führen. Wohl auch deshalb nimmt die Zahl der Steharbeitsplätze selbst in der Industrie immer mehr ab.

Wie kann also eine solche Lösung zwischen den zwei Körperhaltungen aussehen, von denen keine allein ohne große Mängel ist? Man muss sich dazu an die Natur des Menschen erinnern und daran, dass der menschliche Körper stets positiv auf Bewegung, aber nicht Starre reagiert. Die Steh-Sitz-Dynamik bietet genau die richtige Lösung dafür an!


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Stehen und Sitzen im Wechsel

Es wird allgemein empfohlen, dass arbeitende Personen im Büro ihre Tätigkeit zu einem Drittel der Zeit im Stehen und den Rest im Sitzen verbringen sollten, wobei immer wieder in Intervallen gestanden und dann wieder gesessen wird. Diese Abwechslung verhindert die Nachteile beider Körperhaltungen:

Zum einen wird durch den dynamischen Wechsel die Wirbelsäule immer wieder gerade ausgerichtet, sodass keine Bandscheiben zu stark belastet werden. Ähnlich wie ein Kinozuschauer ja auch im Verlauf des Films immer tiefer in den Sitz sinkt, so neigen auch Büroangestellte dazu, im Lauf der Stunden immer mehr im Stuhl zu versinken und merken dabei nicht, wie sie eine falsche Sitzhaltung annehmen. Das Aufstehen kann da wie ein „Hallo Wach!“-Signal wirken!

Zum anderen muss man nie zu lange stehen, und das Zurücksetzen in den Stuhl entlastet die Beine, bevor diese ermüden oder nicht mehr genug durchblutet wirken. So wie sich die betreffende Person also immer in den Sitzhaltungen abwechselt, so lösen sich auch die betreffenden Muskel- und Gelenkgruppen in der Arbeit ab.

Das passende Equipment

Damit ein solches Konzept im Büro funktioniert, ist es ratsam, die Höhenverstellbarkeit der Tische möglichst komfortabel zu gestalten. Die beste Wahl stellen hier Tische mit einer automatisch-elektronischen Verstellbarkeit dar. Diese sind in jedem gut sortierten lokalen Büromöbel-Fachhandel oder online (http://www.bueromoebel-experte.de/hoehenverstellbare-schreibtische.html) erhältlich. Denn wenn die Angestellten jedes Mal erst eine Kurbel oder einen Flaschenzug betätigen müssen, schwindet die Bereitschaft für die Steh-Sitz-Dynamik schnell wieder!

1 Kommentar

  1. Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusammenzutragen. Leide leider auch unter Rückenschmerzen wegen meinem Job und bin auf der Suche nach Lösungen für diese unerträglichen Schmerzen.
    MfG Nevresim

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