Zertifizierung für Brandmelde- und Sprachalarmanlagen – Das besagt die Norm DIN 14675

Geht es um die Zertifizierung für Brandmelde- und Sprachalarmanlagen, gibt es eine ganze Reihe an Aspekten, die zu berücksichtigen sind. Hier Genaueres darüber.

Zertifizierung für Brandmelde- und Sprachalarmanlagen
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Geregelt sind die Zertifizierung für Brandmelde- und Sprachalarmanlagen (BMA und SAA) allesamt in der DIN 14675 Norm, die jüngst im Frühjahr 2020 in einer neuen Fassung erschienen ist. Zuvor hatte die Fassung aus dem April 2018 bestand (Quelle: https://www.uds-beratung.de/zertifizierung-din-14675-brandmelde-und-sprachalarmanlagen/).

Relevant ist die DIN 14675 insbesondere für Fachfirmen, wie Ingenieur- und Planungsbüros sowie ausführende Unternehmen. Welche Aspekte es generell zu beachten gilt, worauf sich die Norm konkret bezieht und welche Änderungen es seit dem Frühjahr 2018 gegeben hat, wird im Folgenden näher thematisiert.

Was besagt die DIN 14675?

Generell wird durch die DIN 14675 klar definiert, wer zur Installation, Montage, Wartung und Instandhaltung von Brandmelde- sowie Sprachalarmanlagen befugt ist. Hierfür ist nämlich – um die Sicherheit von Mitarbeitern, Kunden und Co. zu optimieren – ausschließlich jemand befugt, der einen entsprechenden Schulungsnachweis vorlegen und sich somit legitimieren kann. Dies dient in erster Linie der Sicherheit und soll dazu beitragen, dass im Falle eines ausbrechenden Feuers oder ähnlicher Gefahr schnell Hilfe seitens der Feuerwehr sowie Einsatzkräfte alarmiert werden.

Nicht nur als guter Chef muss man somit Sorge dafür tragen, dass das eigene Unternehmen entsprechend ausgestattet wird, es ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Eine Zertifizierung ist hierbei von Nöten, um überhaupt entsprechende Anlagen planen zu dürfen. Gleiches gilt für alle weiteren Schritte wie die Montage oder auch Installation der Anlagen.

Eine Zertifizierung ist zwingend erforderlich

Gemäß DIN 14675 ist es vorgeschrieben, dass zur Planung, Montage und Instandhaltung sowie Installation einer Brandmeldeanlage eine Zertifizierung erforderlich ist. Um diese Zertifizierung überhaupt erhalten zu können, muss zunächst ein zertifiziertes Qualitätsmanagement nachgewiesen werden. Möglich ist eine DIN 14675 Zertifizierung dabei für Fachplaner in Ingenieur- und Planungsbüros sowie auch für Facherrichter, die für die Planung und den Aufbau einer solchen Anlage verantwortlich sind.

Damit BMA sowie SAA installiert werden dürfen, ist eine Zertifizierung somit zwingend erforderlich – und erfordert unter anderem die nachfolgend gelisteten Schritte:

  • Prüfung aller erforderlichen Dokumente im Rahmen eines Audits
  • Nachweis aller notwendigen Schulungen und Auffrischungen
  • Prüfung/Check durch Akkreditierte Zertifizierer wie z.B. TÜV

Ebenso gelten diese Vorgaben, damit eine Zertifizierung erteilt werden kann:

  • mindestens eine verantwortliche Person gemäß DIN 14675 im Unternehmen
  • Nachweis über alle Normenkenntnisse muss erbracht werden
  • Firmierungsnachweis
  • Nachweis über ausreichenden Versicherungsschutz

Somit muss ein Unternehmen bereits vor einer möglichen Zertifizierung umfangreiche Maßnahmen ergreifen. Zusammen mit Experten ist es jedoch in aller Regel ohne allzu großen Aufwand möglich, alle organisatorischen Anforderungen an die DIN 14675 Zertifizierung zu erfüllen.

Prüfung wird vor Zertifizierung abgelegt

Ehe es zu einer DIN 14675 Unternehmenszertifizierung kommen kann, ist eine erfolgreiche Prüfung durch mindestens eine verantwortliche Person erforderlich. In der Prüfung muss dargelegt werden, dass sämtliche relevante Kenntnisse erlangt wurden. Die Prüfung wir nach einem einheitlichen Fragenkatalog durchgeführt.

Tipp:
Im Internet wird eine realitätsnahe Prüfungssimulation angeboten. Auf diese Weise kann parallel zu Vorbereitungskursen vor der eigentlichen Prüfung der eigene Wissensstand überprüft werden.

Wurde die Zertifizierung gemäß DIN 14675 nach einem erfolgreich absolvierten Audit erteilt, müssen in regelmäßigen Zeitabständen zusätzliche Schulungen erfolgen. Auch diese müssen zwingend dokumentiert werden und sind nachzuweisen. Nur dann kann sich das Unternehmen weiterhin als zertifiziert betrachten.

Umfangreiches Wissen soll Sicherheit und Zuverlässigkeit garantieren

Durch die umfangreichen Schulungen und durch die anschließend folgende Prüfung, soll gemeinhin ein hohes Maß an Sicherheit gewährleistet werden. Es gilt dabei die Annahme, dass eine Planung, Installation und Wartung von Brandmelde- und Sprachalarmanlagen nur dann zuverlässig ausgeführt werden kann, wenn in diesem Bereich auch entsprechend relevantes Wissen vorhanden ist und sich intensiv angeeignet wurde.

Insofern hat die gesamte Norm DIN 14675 in erster Linie einen Grund: sie soll für verstärkte Sicherheit sorgen und im Falle von Bränden und Co. dazu beitragen, dass die Einsatzkräfte möglichst schnell sowie zuverlässig informiert werden können. Zweifelsfrei ist es dazu notwendig, dass Brandmelder und andere Systeme dazu einwandfrei funktionieren müssen. Somit ist es auch nachvollziehbar, dass lediglich zertifizierte Fachkräfte dazu befugt sind, diese Anlagen und ihre Funktion zu planen, zu installieren und schließlich auch Instand zu halten.