Die 10 Top Tipps für deine IT-Karriere

Wer in der IT Branche Karriere machen will, muss vor allem flexibel sein. Worauf es noch ankommt, verdeutlichen meine persönlichen Tipps.

IT Karriere
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Der Megatrend Digitalisierung bahnt sich seinen Weg in jede erdenkliche Branche – rasend schnell. Immer mehr Unternehmen unterschiedlicher Bereiche bauen ihre IT-Abteilungen aus, um der Entwicklung Stand halten zu können. Für Informatiker bedeutet das: rosige Jobaussichten. Hier gibt es hilfreiche Tipps für eine steile IT-Karriere.

1. Branchenübergreifendes Denken

Obwohl der Gedanke nahe liegt, Informatiker würden vorwiegend in Technologieunternehmen oder bei IT-Dienstleistern tätig sein, sind die Möglichkeiten viel weitreichender. Selbstverständlich halten auch die genannten Branchen spannende Karrierechancen bereit, aber da die Digitalisierung auch vor nichttechnischen Bereichen keinen Halt macht, sind ITler überall gefragt. Interessante Branchen sind beispielsweise der Handel, die Bekleidungs- oder Lebensmittelindustrie, der Finanzsektor und die IT-Beratung. Informatiker sollten sich also umfangreich informieren, welche Optionen ihnen in welcher Branche offenstehen.

2. Praktische Erfahrungen sammeln

So gut wie jede Stellenbeschreibung verlangt zumindest erste praktische Erfahrung in dem entsprechenden Bereich. Deshalb ist es für eine angehende IT-Karriere wichtig, durch Praktika oder Jobs während des Studiums in den Berufsalltag zu schnuppern. Zum einen können sich zukünftige Arbeitgeber dann besser darauf verlassen, dass der neue Mitarbeiter weiß, was er tut, zum anderen findet so jeder am besten heraus, in welchen Disziplinen er gut ist, aufgeht und sich wohl fühlt.

Zusatztipp: Auslandsstationen im Lebenslauf kommen in jeder Branche und für jede Position gut an, denn sie beweisen Flexibilität, Offenheit und die Fähigkeit, über den Tellerrand zu schauen. Warum also nicht mit einem Auslandspraktikum zwei Fliegen auf einmal schlagen?

3. Bedeutende Social Skills

Das Klischee, Informatiker würden im dunklen Kämmerchen sitzen und stumm vor sich hin entwickeln, ist in heutigen Unternehmenskulturen längst überholt. Im Gegenteil: Entwickler, SAP Spezialisten und Co. arbeiten eng in interdisziplinären Teams und bilden oft die Schnittstelle zwischen verschiedenen Abteilungen. Soziale Kompetenz, Team- sowie Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft, mit unterschiedlichen Charakteren zusammenzuarbeiten, sind deshalb unverzichtbare Skills für jeden erfolgreichen Informatiker.

4. Weiterbildung siegt

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Informatiker müssen wegen der fortschreitenden Digitalisierung immer up to date und zu lebenslangem Lernen bereit sein. Wer hinsichtlich seines Kenntnisstandes stagniert, wird bald von der rasenden Entwicklung überholt. Viele Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern deshalb interne Fortbildungen und Workshops zu neuesten Technologien und Innovationen, um deren Know-how immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Aber auch externe Weiterbildungsstätten wie das ILS, Deutschlands größte Fernschule, halten vielzählige Möglichkeiten bereit, sich zu schulen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

5. Zum Spezialisten werden

Wer genau weiß, in welchem Gebiet er beruflich sesshaft werden möchte, sollte sich frühzeitig fachlich darauf spezialisieren. Bereits während des Studiums können Studenten einen Schwerpunkt setzen und sich in diesem intensiv ausbilden lassen. Auf dem Arbeitsmarkt hilft eine Spezialisierung enorm, denn oft sind Stellen sehr präzise auf einen Bereich zugeschnitten – und ein Spezialist ist dann natürlich hilfreicher als ein Generalist.

6. Fachliche Kompetenz

Was jeder Informatiker können muss, unabhängig von der Branche und der spezifischen Stelle, ist der Umgang mit gängigen Programmiersprachen wie Java, C und C++ sowie PHP. Kenntnisse in mindestens einer von ihnen werden von jedem Arbeitgeber verlangt. Abgesehen davon richtet sich das angeforderte fachliche Know-how nach der jeweiligen Stellenbeschreibung und dem Unternehmen – ein Cyber Security Spezialist braucht selbstverständlich andere Skills als ein Softwareentwickler im Handel. Wo die eigenen fachlichen Stärken liegen, finden Arbeitnehmer am besten in der Praxis oder durch Workshops und Fortbildungen heraus.

7. Vielfalt an oberster Stelle

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ITler, die sich fachlich nicht einschränken, sondern übergreifend tätig sein wollen, sollten die Arbeit als Consultant oder bei einem IT-Dienstleister in Betracht ziehen. Dank unterschiedlicher Kunden und Projekte, können sie sich so in verschiedenen Aufgabenbereichen und Themen beruflich ausleben. Dass IT-Dienstleister als Arbeitgeber sehr attraktiv sind, beweist eine Studie der Bundesagentur für Arbeit aus dem April 2019: Bei ihnen waren 2018 43 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten IT-Fachleute tätig.

8. Boomende Bereiche

Nicht alle Nischen, die ein Informatiker im Laufe seiner beruflichen Laufbahn als Schwerpunkt setzt, sind erfolgsversprechend. Laut der Studie der Bundesagentur für Arbeit werden Stellen als Softwareentwickler, Systemanalyst, Berater und Vertriebler sowie Netzwerkspezialist am häufigsten angeboten. Und auch hier haben die IT-Dienstleister die Nase vorn, denn mit 32 Prozent verzeichneten diese 2018 den größten Stellenzugang. Außerdem gefragt sind Experten in Cyber Security und Cloud.

9. Arbeitgeber Staat

Die Bundesrepublik Deutschland gilt als attraktiver Arbeitgeber, denn sie verspricht eine sichere Stelle mit guten Aufstiegschancen und hohen Gehältern. Für Informatiker ist bezüglich einer Stelle beim Staat besonders der Bereich IT-Sicherheit interessant. Potenzielle Arbeitgeber wären das Bundesministerium für Informationssicherheit, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie oder alle anderen Behörden und Ministerien, die mit digitalen Datensätzen arbeiten. Eine solche Tätigkeit ist deshalb so spannend, weil sich die IT-Infrastruktur meist nicht nur auf klassische Büroarbeiten beschränkt. Vielmehr gibt es zahlreiche Fachverfahren, die beispielsweise im Bereich der Kriegswaffenkontrolle eingesetzt werden und einen vielfältigen Arbeitsalltag versprechen.

10. Das Hobby zum Beruf machen

Der Traum vieler Arbeitnehmer. Für Informatiker mit Vorliebe für Gaming ist das möglich, beispielsweise in der Spieleentwicklung. Hier kümmern sie sich um die Programmierung, das Setting, die Interkonnektivität und weitere Features. Ihre elementare Aufgabe ist das Game Design, also die Grundlage des Spiels zu erschaffen. Vorkenntnisse in den Bereichen App-Entwicklung und Graphical User Interface sind für eine solche Stelle von Vorteil.

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