Telefonkosten im Unternehmen dauerhaft senken – 6 schnell umsetzbare Tipps

Die Kosten für Telefon sind immer noch einer der höchsten Ausgabeposten in einem Unternehmen. Und das, obwohl die Preise dafür eigentlich stetig sinken. Hier 6 Tipps, wie Sie die Telefonkosten im Unternehmen dauerhaft senken können.

Telefonkosten Unternehmen senken
Telefonkosten gehören zu den größten Ausgabeposten im Unternehmen

Ob klein oder groß – in einem Unternehmen steht das Telefon selten still. Manchmal sehr zum Ärger der Angestellten. Aber wegzudenken ist das Kommunikationsmittel auch nicht. Was funktioniert heutzutage schon ohne Telefon und Internet? Eigentlich nichts!

Im Laufe der letzten Jahre hat sich auf der Preisliste der verschiedenen Anbieter einiges getan. Wer hier ein bisschen auf dem Laufenden ist und ständig vergleicht, dem ist aufgefallen, dass die Preise drastisch gesunken sind. Früher hat man für das Telefonieren und Smsen fast genauso viel bezahlt, wie heute für eine Allnet-Flat mit Datenvolumen. Trotz der sinkenden Preise gehören die Telefonkosten aber immer noch zu den fünf größten Ausgabeposten im Unternehmen. Woran liegt das?

Die meisten Unternehmen haben vor vielen Jahren einen Vertrag abgeschlossen und nutzen diesen noch immer. Ist ja auch viel einfacher, als sich ständig mit den wechselnden Tarifen auseinander zu setzen. Auch höchstmoderne oder total veraltete Telefonanlagen können die Ursache für die immensen Kosten sein. Es gibt aber ganz einfache Tricks mit denen Sie die Kosten endlich und vor allem dauerhaft senken können.

Telefonkosten lassen sich schnell & einfach reduzieren

✙ Tipp 1: Analyse ist das A und O

Gerade in besonders großen Unternehmen ist es oft nicht einfach herauszubekommen wo das Geld „versickert“. Aber genau das herauszufinden ist wichtig. Sie müssen die einzelnen Anschlüsse genau unter die Lupe nehmen und analysieren. Erst wenn Sie genau wissen, wer wann wo und wie viel telefoniert, können Sie dagegen vorgehen und eine bessere Alternative finden.

Diagramme erleichtern erheblich die Arbeit und schaffen einen genauen Überblick. Mit den Verbindungsnachweisen, die üblicherweise mit der Rechnung geschickt werden oder beim Anbieter online ausgedruckt werden können, können Sie die einzelnen Telefonverhaltensweisen nachvollziehen und aufschlüsseln. ( Lesetipp: In Excel ein Diagramm erstellen – Schritt für Schritt Anleitung)

Diese Aufgabe mag zwar länger andauern, aber erst danach können Sie gezielt gegen die hohen Telefonkosten vorgehen.

✙ Tipp 2: Alten Anbieter ablösen

Nichts ist heute einfacher als einen Anbieter zu wechseln. Man muss es nur machen. Fakt ist, dass hier natürlich mehr Arbeit dran hängt, als wenn Sie den alten Anbieter einfach weiter nutzen. Sie müssen kündigen und einen neuen suchen.

» Mein Tipp: Jeden einzelnen Anbieter aufzurufen und die Tarife zu vergleichen dauert unnütz Zeit. Das können Sie sich sparen, indem Sie einfach in eine Vergleichstabelle schauen. Sehr übersichtlich finden Sie so eine beispielsweise bei Verivox.de. Hier haben Sie die besten Anbieter mit allen Tarifdetails direkt untereinander aufgelistet. Ständiges Hin- und herklicken entfällt hier also.

Hinweis: Die meisten Festnetzanschlüsse sind heutzutage mit einem DSL-Internetzugang kombiniert. Deshalb finden Sie in dieser Liste auch gleich den passenden DSL-Tarif.

✙ Tipp 3: Call-by-Call ermöglicht noch günstigere Telefonate

Call-by-Call ist äußerst bekannt und bietet die Möglichkeit mit einer speziellen Vorwahl vor der Rufnummer beim aktuellen Anruf zu sparen. Dies funktioniert bei Festnetznummern innerhalb Deutschlands, bei Auslandsanrufen und auch bei Mobilfunknummern.

➽ Wichtig: Sie müssen darauf achten, dass Ihr Anbieter die Möglichkeit Call-by-Call zu nutzen zulässt. Es gibt Verträge, in denen explizit darauf hingewiesen wird, dass die Nutzung ausgeschlossen ist.

✙ Tipp 4: Tarife für Firmenhandys auf den Prüfstand stellen

Smartphone Tarife für Firmenkunden
Bei verivox lässt sich nach Tarifen für Firmenkunden filtern

Gerade wenn im Unternehmen Außendienstmitarbeiter beschäftigt werden, ist ein Handy unerlässlich. Hierbei handelt es sich meist nicht mehr um „normale“ Handys, sondern um Smartphones mit mobiler Internetzung.

In den meisten Fällen hängt hinter jedem Handy/Smartphone auch ein Vertrag. Wie bei Festnetzverträgen sollte man auch den Mobilfunkvertrag regelmäßig unter die Lupe nehmen. Immer wieder ändern sich die Konditionen, gerade und ganz besonders im Mobilfunk.

» Mein Tipp: Auch hier finden Sie wieder unter verivox.de eine sehr ausführliche Vergleichsliste. In der linken Leiste finden Sie einen Filter mit dem Punkt „Netze und Tarifdetails“ – hier können Sie sich bei dem Punkt „Kundengruppe“ sogar nur Tarifangebote für Firmenkunden bzw. Selbstständige anzeigen lassen. Für diese Kunden gibt es oft spezielle Angebote mit besseren Konditionen, die Sie unbedingt nutzen sollten.

Prepaidkarten statt Smartphone-Vertrag?
Prepaidkarten fürs Smartphone sind bei privaten Nutzern ebenfalls sehr beliebt. Und sicherlich wären sie auch eine Option für Selbständige und Firmenkunden. Allerdings stellen Prepaid-Anbieter keine Rechnungen für gebuchtes Guthaben oder die Prepaid-Startpakete aus. Sie müssten das Guthaben deshalb beispielsweise in Form von Guthabenkarten im Supermarkt kaufen um die steuerliche Abrechnung ordnungsgemäß gewährleisten zu können.

✙ Tipp 5: Telefonkosten im Ausland im Überblick behalten

Wer viel im Ausland unterwegs ist, muss selbstverständlich darauf achten, dass auch ein jeweiliger Zusatz im Vertrag inbegriffen ist. Wenn dies vergessen wird, kann es ziemlich teuer werden.

Innerhalb der EU ist das Telefonieren mit dem Smartphone nicht mehr ganz so teuer wie noch vor einigen Jahren. Hier wurde den Anbietern in der EU-Verordnung Maximalpreise vorgeschrieben. Seit dem 01.07.2014 darf ein ausgehender Anruf innerhalb der EU maximal 0,19 Euro pro Minute kosten. Eingehende Anrufen dürfen maximal mit 0,07 Euro pro Minute zu Buche schlagen. Mehr Informationen zu den Roaming Gebühren und Datenroaming finden Sie unter eu-verbraucher.de.

✙ Tipp 6: Setzen Sie Grenzen

Gerade bei Außendienstmitarbeitern summiert sich die Summe der getätigten Anrufe schnell. Dabei herauszufinden, ob das Diensttelefon auch privat genutzt wurde, ist hierbei nur schwer nachvollziehbar. Wenn Sie nicht möchten, dass das Telefon auch in der Freizeit benutzt wird, dann setzen Sie Ihren Mitarbeitern klare Regeln. Verteilen Sie, wenn möglich, die Mitteilung schriftlich.

Fazit

Es ist gar nicht schwer die Telefonkosten zu minimieren. Sie sollten sich nur einmal etwas Zeit nehmen und alles etwas aufschlüsseln und gegebenenfalls nach günstigeren Alternativen suchen. Da sich die Kosten auch in den nächsten Jahren wieder verändern werden, sollten Sie es nicht bei der einmaligen Analyse belassen. Nehmen Sie sich regelmäßig die Zeit dafür.

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