Pareto Prinzip – Effiziente Zeiteinteilung leicht gemacht!

Mit dem Pareto Prinzip gelingt auch Ihnen eine effiziente Zeiteinteilung. Wie Sie mit weniger Aufwand mehr Ergebnis erzielen., erfahren Sie hier.

Pareto Prinzip -Zeiteinteilung leicht gemacht
Pareto Prinzip -Zeiteinteilung leicht gemacht

„Warum kommst du zu spät?“, fragt der Lehrer seinen Schüler. „Weil ich den ganzen Weg zur Schule neben meinem Fahrrad hergelaufen bin“, erwidert dieser.
„Warum bist du denn mit deinem Fahrrad nicht gefahren?“, fragt der Lehrer. „Weil ich so spät dran war, dass ich keine Zeit hatte, anzuhalten und aufzusteigen“, erklärt der Schüler. Vielleicht mögen Sie über diese Geschichte schmunzeln, aber wenn Sie ehrlich mit sich selbst sind, ist Ihnen etwas vergleichbares sicher auch schon passiert. Während man zwischen den täglichen Verpflichtungen und Terminen hin und her jagt, versäumt man es nur zu leicht, innezuhalten und zu überlegen, wie man wirkungsvoller an die Aufgaben herangehen könnte. Eine gute Methode mit der Sie Ihre Zeiteinteilung optimieren können ist das Pareto Prinzip.

Was ist das Pareto Prinzip?

Vilfredo Pareto war ein italienischer Wirtschaftstheoretiker des 19. Jahrhunderts. Er beobachtete die Vermögensverteilung innerhalb eines Landes und stellte fest, dass immer nahezu 20 Prozent der Bevölkerung 80 Prozent des Gesamtvermögens besaßen. Daraus leitete er die Theorie ab, dass nur ungefähr 20 Prozent der Ursachen rund 80 Prozent der Wirkungen hervorrufen. Dieses auch als 80-20-Regel bekannte Prinzip lässt sich auf eine Vielzahl von Tätigkeiten übertragen. Wendet man das Pareto Prinzip beispielsweise auf das Saugen eines Teppichs an, so bedeutet das, dass man 80 Prozent des Teppichs in 20 Prozent der Zeit sauber bekommt. Ob es dann lohnt mit den übrigen 80 Prozent der Zeit auch noch jede Ecke gründlich auszusaugen bliebe somit zu überlegen. Doch was genau hat das jetzt mit Ihrer täglichen Zeiteinteilung zu tun?

Wie kann ich meine Zeit nach dem Pareto Prinzip einteilen?

Vielleicht führen Sie bereits eine To-do-Liste über die wichtigsten täglichen Aufgaben, welche Sie dann nach und nach abhaken. Dabei mögen die Arbeiten auf Ihrer Liste aber in den seltensten Fällen bis auf den letzten Punkt erledigt sein. Meist ist ein Tag einfach zu voll gepackt, als das Sie wirklich alles schaffen können. Doch das sollte Sie keinesfalls ärgern. Perfektionismus ist das, was die meiste Zeit kostet und letztlich zu Stress und Unzufriedenheit führt. Darum wäre es sinnvoll, Ihr Ziel anders zu formulieren. Anstatt alles schaffen zu wollen, sollten Sie überlegen mit welchen Aufgaben Sie Ihre Zeit am sinnvollsten nutzen können. Eine Reihe von Beratern für Zeitplanung ist der Auffassung, dass man in vielen Fällen die wirklich vorrangigen Punkte auf etwa 20 Prozent beschränken kann, denn meist greift hier das Pareto Prinzip. Wenn Sie also vor Ihrer To-do-Liste sitzen und überlegen, was als nächstes zu tun ist, dann denken Sie daran, dass Sie für 80 Prozent der Aufgaben wahrscheinlich nur 20 Prozent der benötigten Gesamtzeit brauchen. Auch, wenn Sie die einzelnen Projekte analysieren, können Sie Zeit sparen. Identifizieren Sie die wesentlichen Bestandteile, die nötig sind, um Ihr Ziel zu erreichen und erledigen Sie diesen Teil der Arbeit zuerst. Sie werden mit dem geringsten Zeitaufwand die meisten Ergebnisse erzielen.

Was ist mit dem Rest?

Doch was ist jetzt mit den übrigen Aufgaben? Schließlich stehen diese ja nicht umsonst auf der To-do-Liste. Manche mögen bei genauerem Hinsehen zwar nicht unbedingt erledigt werden müssen, aber was, wenn trotz aller sparsamen Zeiteinteilung noch etwas Wichtiges übrig bleibt? Dann haben Sie immer noch zwei Möglichkeiten:

  • Entweder können Sie diese Aufgaben jemand anderem übertragen
  • oder Sie setzen sie für den nächsten Tag auf Ihre Liste.

Wenn Sie am folgenden Morgen wieder ihre To-do-Liste zur Hand nehmen, überwiegt dann höchstwahrscheinlich dieser Punkt im Vergleich zu den anderen Aufgaben an Wichtigkeit und Sie können ihn als erstes erledigen.

Natürlich liegt dieses Konzept nicht jedem. Wer beispielsweise 80 Prozent der Zeit zur Analyse seiner Aufgaben braucht, hat auch nichts gewonnen. Doch wenn Sie es richtig anpacken, werden Sie schnell feststellen, dass sich mit diesem Prinzip wirklich effizienter arbeiten lässt.

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