Ghostwriter beauftragen oder selber schreiben? – Diese Risiken sollten Sie kennen

Immer mehr Unternehmer erkennen die enorme Arbeitserleichterung, die das Ghostwriting mit sich bringt. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn auch hier gibt es Betrüger.

Ghostwriter beauftragen
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In der heutigen Zeit geht es in den meisten Unternehmen ziemlich hektisch zu. Da müssen Termine eingehalten werden, obwohl immer mehr Arbeit dazu kommt und man manchmal gar nicht mehr weiß, wie man alles schaffen soll. Zusätzlich kann es natürlich auch mal vorkommen, dass man bei Gewissen Themengebieten einfach „keinen Stich“ sieht oder eine Schreibblockade hat. Genau dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um einen Ghostwriter zu engagieren.

Was versteht man unter Ghostwriting?

Wenn es an Zeit, thematischem Wissen oder der Fähigkeit zur stilsicheren Formulierung fehlt, dann kommen oftmals Ghostwriter zum Einsatz. Dabei handelt es sich um Autoren, die im Auftrag anderer Texte schreiben, aber als Urheber nicht genannt werden müssen (siehe Urteil des OLG Frankfurt, Urteil von 01.09.2009 – Az.: 11 U 51/08). Sprich also ihre Identität bleibt unbekannt. Die Ghostwriter sind dabei in der Regel hauptberufliche Autoren, die über genügend Fachwissen verfügen, um

  • Reden
  • Essays
  • Gutachten
  • Lernskripte
  • Bachelor-, Seminar-, Diplomarbeiten usw.
  • Facharbeiten und Hausarbeiten
  • statistische Analysen
  • Bücher
  • Präsentationen

zu verfassen. So entstehen Texte, die genau auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten sind und über einen hohen Informationsgehalt verfügen. Ghostwriter sind also dazu da, um Texte zu erstellen, die den Auftraggeber zeitlich, inhaltlich oder von der Formulierung her überfordern würden.

Es gibt auch noch eine Sonderform des Ghostwriting. Das akademische Ghostwriting. Hier haben sich die Ghostwriter, bei denen es sich hauptsächlich um hochqualifizierte Akademiker handelt, auf die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten und akademischen Texten spezialisiert. Sie schreiben unter anderem auch Texte für Behörden, Stiftungen, Forschungsinstitute und Parteien.

Wie erteilt man einen Ghostwriting-Auftrag richtig?

Nachdem Sie sich für eine Ghostwriting-Agentur entschieden haben, erstellen Sie eine Anfrage. Dabei erläutern Sie ganz spezifisch, was für einen Text Sie sich wünschen. Sprich also Sie sollten zumindest schon mal Ideen, Entwürfe und Schlagworte vorweisen können. Ghostwriter brauchen schließlich genügend Informationen und Material für den zu erstellenden Text. Je mehr der Ghostwriter über die Vorstellungen und Wünsche des Kunden Bescheid weiß, desto besser kann er das Ergebnis auf die Bedürfnisse des Kunden abstimmen. Hat ein Ghostwriter Fragen oder Anmerkungen, dann meldet er sich in der Regel beim Auftraggeber, um den Text den Anforderungen entsprechend erstellen zu können. Es kann also jederzeit ein Austausch zwischen Auftraggeber und Ghostwriter stattfinden.

Schreiben lassen oder selber schreiben?

Ob Sie einen Ghostwriter engagieren oder doch lieber den Text selber schreiben, das hängt ganz von Ihnen selbst ab. Fehlt es Ihnen an thematischem Wissen, um den Text zu erstellen? Wie sieht es mit der stilsicheren Formulierung aus? Haben Sie vielleicht sogar schon von Anfang an eine Schreibblockade und wissen gar nicht, wie Sie anfangen sollen? Oftmals geht es aber gar nicht um den Text selbst, sondern um den zeitlichen Aspekt. Denn nicht jeder hat die Zeit, um sich neben dem Beruf noch wochen- oder vielleicht sogar monatelang mit Recherchen und dem Schreiben des Textes zu beschäftigen. Es wäre vielleicht möglich, aber darunter würden dann eventuell das eigene Wohlbefinden und/oder die kostbare Zeit mit der Familie leiden. Gerade dann ist es durchaus sinnvoll die Aufgabe einem Ghostwriter zu übergeben.

Doch bedenken Sie: mit dem Ghostwriting gehen Sie immer ein gewisses Risiko ein. Denn wählen Sie den Ghostwriter schlecht oder lassen Sie ihm zu wenige Informationen über den Auftrag zukommen, dann droht ein schlechter Text, den Sie dann auch noch teuer bezahlen müssen. Es kann aber auch passieren, dass der Text nicht Ihren Vorstellungen entspricht. All das kann allerdings nur passieren, wenn Sie sich nicht genau mit dem Ghostwriter absprechen. Kommunikation ist bei einem derartigen Auftrag also sehr wichtig. Bei Agenturen wie Ghostwriter.de werden nach Auftragserteilung zum Beispiel Teillieferungs- und Abschlusslieferungstermin(e) vereinbart, sodass Sie sich während des Schreibprozesses ein Bild über die Qualität der Arbeit machen und bei Nichtgefallen gleich eingreifen und Änderungswünsche nennen können. Dennoch gibt es „schwarze Schafe“ in diesem Bereich, vor denen Sie sich hüten sollten.

Vorsicht vor Betrügern

Wie in so vielen Bereichen so gibt es auch unter den Ghostwritern immer noch schwarze Schafe, die Kunden betrügen und so das Geld abzocken. Sie können diese Betrüger aber relativ einfach entlarven und sich so vor einem finanziellen Verlust schützen. Nachfolgend ein paar Punkte, die auf Betrüger hinweisen:

❍ Preise:

Schauen Sie sich die Preise an. Seriöse Unternehmen und ihre Leistungen haben in der Regel ihren Preis. Sicherlich sind höhere Preise kein Qualitätsbeweis, sie deuten jedoch darauf hin, dass der Ghostwriter die Kosten für den Auftrag richtig einschätzt. Bei niedrigen Preisen müssen Sie davon ausgehen, dass Sie an Schüler, Studenten oder gering qualifizierte Ghostwriter geraten.

Bei größeren Aufträgen, die dementsprechend auch kostspieliger sind, sollten Sie die Möglichkeit haben in Raten zu zahlen und Teillieferungen zu bekommen, um sich ein Bild von der Qualität des Textes zu machen. Außerdem sollten die Zahlungen lediglich auf Bankkonten in der Schweiz, Deutschland oder Österreich erfolgen.

❍ Anonymität:

Die Betreiber der Webseite sollten nicht anonymisiert sein. Dahinter könnte sich sonst schließlich auch eine Briefkastenfirma im Ausland verbergen. Werfen Sie deshalb ruhig einen Blick in das Handelsregister (siehe Handelsregister.de). Vertrauenswürdige Unternehmen lassen sich hier eintragen. Schauen Sie zudem auch nach, ob sich irgendwelche Referenzen oder Erfahrungsberichte finden lassen und werfen Sie einen Blick in das Impressum der Webseite. Seit 2000 ist die Angabe eines Impressums laut der EU-Richtlinie 2000/31/EG in allen europäischen Ländern Pflicht. Fehlt das Impressum, dann ist hier etwas faul.

❍ Leistungsspektrum:

Bietet die Agentur lediglich das Erstellen von Texten an? Dann lieber Finger weg davon! Das zusätzliche Lektorat eines zweiten Ghostwriters des Fachgebietes und die Prüfung auf Plagiate sollten bei hochwertigen Agentur für akademische Services schon im Preis mit enthalten sein.

❍ Kommunikation:

Seriöse Ghostwriter suchen stets den Kontakt zum Auftraggeber. Sie fragen nach, wenn etwas unklar ist oder nennen zum Beispiel auch Ideen, die den Text noch besser machen. Außerdem legen sie viel Wert auf das Feedback des Kunden, denn nur so können sie ein zufriedenstellendes Ergebnis abliefern.


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