Private Altersvorsorge – diese Möglichkeiten gibt es für einen sorgenfreien Ruhestand

Private Altersvorsorge ist für einen sorglosen Ruhestand unerlässlich. Welche Möglichkeiten es gibt, lesen Sie in diesem Artikel.

Private Altersvorsorge.
Rchtzeitig Gedanken um private Altersvorsorge machen. © skywalk154 / stock.adobe.com

Das Thema Altersvorsorge sollte rechtzeitig angegangen werden, denn nur so ist die finanzielle Absicherung im Alter gewährleistet. Dass der Markt an Angeboten und Produkten zur Altersvorsorge nicht unbedingt überschaubar ist, macht die Sache nicht leichter. Aus diesem Grund befassen wir uns in diesem Artikel einmal mit den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge.

Die Altersvorsorge ruht in Deutschland auf drei Säulen.

➀ Da wäre zum einen das öffentliche-rechtliche Rentensystem mit der gesetzlichen Rentenversicherung, der Beamten- und berufsständischen Versorgung sowie der Altersabsicherung für Landwirte.

➁ Die zweite Säule ist die betriebliche Absicherung. Diese umfasst beispielsweise den Eintritt in eine Pensionskasse oder die sogenannte Direktversicherung.

➂ Die dritte Säule hingegen umfasst den Bereich der privaten Altersvorsorge und den werden wir im Folgenden näher beleuchten.

Wozu private Altersvorsorge?

Den Lebensstandard im Alter zu halten, den viele Menschen in ihrem Arbeitsleben haben, wird mit den Einkünften aus der gesetzlichen Rente für viele nicht machbar sein. Um dann nicht in die Altersarmut zu rutschen, sollte rechtzeitig über die private Altersvorsorge nachgedacht werden. Dabei stehen verschiedene Modelle zur Verfügung, die mit oder ohne staatliche Förderung funktionieren. Auch steuerlich werden die Altersvorsorge-Varianten unterschiedlich gehandhabt.

Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge

Private Altersvorsorge ist dadurch gekennzeichnet, dass diese meist freiwillig und zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung erfolgt.

» Private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Wer auf staatliche Unterstützung setzt, hat folgende Möglichkeiten:

∗ Riester-Rente

Dieses Rentenmodell richtet sich unter anderem an jene Menschen, die als Arbeitnehmer oder als versicherungspflichtige Selbstständige in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt haben. Dabei unterstützt der Staat die Versicherten mit Zulagen und Steuervorteilen.
Der sogenannte Sockelbeitrag, die Summe, die mindestens eingezahlt werden muss, um einen Zuschuss zu erhalten, beträgt derzeit 60 Euro jährlich.

Nachteil der Riester-Renter: Sie ist oft ein Gebührenmonster, dass die Rendite auf lange Sicht stark einschränkt oder fast vollständig auffrisst.

Riester-Rente.
Riester-Rente wird staatlich bezuschusst. © Christian Jung / stock.adobe.com

∗ Rürup-Rente

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Die Rürup-Rente, auch als Basisrente bezeichnet, stellt eine kapitalgedeckte Leibrentenversicherung dar, deren Beiträge steuerlich abgesetzt werden können. Dies aber nur, wenn der Versicherungsvertrag bestimmte Vorgaben erfüllt. Diesbezüglich sollte man sich im Vorfeld gut beraten lassen.

Auf Finanzen.de finden Sie umfassende Informationen zu den vielfältigen Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge. Ideal ist es, wenn so früh wie möglich mit der privaten Altersvorsorge begonnen wird. Doch auch wer schon etwas älter ist, findet dort entsprechende Angebote, um das Rentendasein sorglos genießen zu können. Anhand realistischer Alltagsbeispiele können Sie für sich schauen, wie hoch Ihre spätere Rentenlücke sein wird und welche Altersvorsorge infrage kommt.

» Private Altersvorsorge ohne staatliche Förderung

Neben den oben genannten Beispielen gibt es weitere Möglichkeiten der Altersvorsorge. Wobei der größte Unterschied darin liegt, dass Ausgaben für diese Art der Altersvorsorge nicht immer steuerlich angerechnet werden können. Zudem sind einige Produkte mit einem größeren Anlagerisiko verbunden, so dass man sich auf jeden Fall gut beraten lassen sollte.

∗ Aktien
Aktien als Altersvorsorge sind sicherlich die risikoreichste aber auf lange Sicht auch lukrativste Strategie, um sein Geld für den späteren Ruhestand anzulegen. Daher empfiehlt es sich nur für diejenigen, die sich mit der Thematik bereits beschäftigt haben. Darüber hinaus ist eine umfassende Beratung vor einer eventuellen Geldanlage sehr vorteilhaft.

Gut zu wissen: Wer sein Geld mindestens 15 Jahre per Sparplan in diverse Aktien investierte, hat am Ende so gut wie nie einen Verlust erzielt. Ganz im gegenteil, die durchschnittliche jährliche Rendite lag bei 7,2%, wie dieses Rendite-Dreick zeigt.

∗ Fondssparplan
Mit einem Fondssparplan kann man ebenfalls für die Rentenzeit vorsorgen. Mit mittel- bis langfristigen Einzahlungen in einen Fond baut man sich so ein finanzielles Polster für die Rente auf.
Auch hierbei gilt es, sich gut beraten zu lassen. Es gibt viele Fondssparpläne am Markt, die je nach ihrer Ausrichtung mehr oder minder risikobehaftet sind, auch wenn sie längst nicht so risikoreich sind wie die reine Aktienanlage. Auch die Gebühren fallen unterschiedlich hoch aus und sollten mit bedacht werden.

Am empfehlenswertesten sind hier ETF-Sparpläne die kaum Gebühren verlangen, weil sie ohne Management einfach stur in einen breit gestreuten Börsen-Index wie den MSCI-World investieren. Sparpläne dieser Art gibt es schon ab 10 Euro/Monat.

∗ Immobilien
Werden Immobilien als Altersvorsorge genutzt, dann überwiegend in der Form, dass die Immobilie selbst bewohnt ist oder in Form von Einnahmen durch Vermietung.

Möchte man die Immobilie im Alter selber nutzen, sollte man rechtzeitig darum bemüht sein, alle größeren Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen zu haben, ehe man die Rente antritt. Ansonsten können anfallende Kosten den Spar- und Vorsorgeeffekt schnell zunichte machen.

Altersvorsorge Immobilien.
Immobilien asl Altersvorsorge. © Syda Productions / stock.adobe.com

∗ Lebensversicherung
Die Lebensversicherung als Altersvorsorge darf sicherlich als Auslaufmodell betrachtet werden. Gab es zu Spitzenzeiten dieses Modells neben der festgelegten Auszahlungssumme oft noch eine Überschussbeteiligung ausgezahlt, lässt die wirtschaftliche Lage vieler Anbieter eine Überschuss-Auszahlung nicht mehr zu. Des Weiteren können die gezahlten Beiträge auch nicht mehr steuerlich abgesetzt werden. Hinzu kommt, dass bei Vertragsabschluss ab 2005 die Auszahlung der Lebensversicherung auch nicht mehr steuerfrei ist, stattdessen Kapitalertragsteuer gezahlt werden muss.

∗ Private Rente
Private Rentenversicherungen ähneln vom Konzept her dem einer Lebensversicherung. Allerdings werden sie steuermäßig etwas anders gehandhabt. Wer in eine private Lebensversicherung einzahlt, kann sich später einen monatlichen Betrag auszahlen lassen oder eine Einmalauszahlung abrufen.

Fazit

Um sich im Alter finanziell abzusichern, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Um die für Sie passende Option zu finden, lassen Sie sich am besten ausführlich beraten. Denn Altersvorsorge kann nur individuell funktionieren.
Auch die Verbraucherschutzzentrale stellt eine gute Übersicht über viele am Markt befindliche Angebote zur Verfügung und weist auf etwaige Nachteile der jeweiligen Modelle hin.