Berufsbedingter Umzug: Tipps rund um Steuern, Mietvertrag und Zukunftsaussichten

Bei einem berufsbedingten Umzug können Sie die Kosten steuerlich geltend machen. Vorher stehen aber Aufgaben wie, Wohnungssuche und Recherche der neuen Lebenshaltungskosten an.

berufsbedingter Umzug
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Es gibt viele Gründe, warum Menschen einen Umzug in eine andere Stadt vornehmen. Neben Familie und Studium gehören ein neuer Beruf oder eine neue Arbeitsstelle zu den am häufigsten genannten Gründen für einen Ortswechsel. Der berufsbedingte Umzug geht mit einigen Besonderheiten einher, die wir Ihnen in diesem Ratgeber näher bringen möchten.

Die wichtigsten Punkte, die Sie bei einem berufsbedingten Wohnortwechsel berücksichtigen müssen

  1. Wohnung:
  2. Achten Sie darauf, dass Ihre Wohnung nicht allzu weit von Ihrem neuen Arbeitsplatz entfernt ist. Je nachdem, ob Sie mit dem Auto oder dem ÖPNV unterwegs sind, sollten Sie sich über Verkehrsanbindungen und die Verkehrslage zu Stoßzeiten informieren. Denken Sie zudem daran, dass bei der Standortwahl Ihrer neuen Wohnung Faktoren wie die Umgebung und der Zugang zu Geschäften eine wichtige Rolle spielen.

  3. Mietvertrag:
  4. Unterschreiben Sie Ihren Mietvertrag erst dann, wenn Sie von Ihrem Arbeitgeber eine sichere Zusage erhalten haben und genau wissen, wo sich Ihr künftiger Arbeitsplatz befinden wird. Informieren Sie sich über die Nebenkosten und vergleichen Sie die Angaben mit den durchschnittlichen Nebenkosten an Ihrem neuen Wohnort.

  5. Umzugskosten:
  6. Jeder Ortswechsel ist mit Umzugskosten verbunden. Die gute Nachricht jedoch ist, dass sich die Umzugskosten von der Steuer absetzen lassen. Dabei können Sie entweder die Umzugskostenpauschale in Anspruch nehmen oder jeden einzelnen Posten mit Rechnungen und Nachweisen belegen.

  7. Veränderungen und Zukunftsaussichten:
  8. Bevor Sie einen Ortswechsel vornehmen, sollten Sie sich über die Veränderungen informieren, die auf Sie zukommen. Wie wird sich der Umzug auf Ihre Familie auswirken? Und welche Zukunftsaussichten erwarten Sie an Ihrem neuen Wohnort?

Der richtige Zeitpunkt, um einen berufsbedingten Ortswechsel zu planen

Wohnungssuche Zeitpunkt
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Als Erstes sei Ihnen ans Herz gelegt, nichts zu überstürzen: Unterschreiben Sie keinen Mietvertrag, wenn der Arbeitsvertrag noch gar nicht steht. Bevor Sie also mit der Planung Ihres berufsbedingten Umzugs beginnen, sollten die Arbeitsverhältnisse geklärt sein. Erst dann sollten Sie damit beginnen, Ihren Umzug zu planen.

Der Hausverwalter GCP steht Ihnen bei Ihrer berufsbedingten Wohnungssuche mit Rat und Tat zur Seite. Als Vermieter und Verwaltung für Wohnungen in ganz Deutschland ist GCP darauf spezialisiert, wenn nach bezahlbarem Wohnraum gesucht wird. Hier können Sie sogar den virtuellen Wohnungsbesichtigungsservice in Anspruch nehmen, um sich einen Überblick über die erhältlichen Mietobjekte zu machen.

Vor- und Nachteile eines Ortswechsels

Wenn Ihr Wohnortwechsel in eine andere Stadt berufsbedingt ist, liegt der erste Vorteil eigentlich auf der Hand. Sie nehmen eine Stelle an, die interessant ist und gute Zukunftsaussichten bietet. Außerdem kann es durchaus aufregend sein, an einem neuen Wohnort Fuß zu fassen.

Andererseits bringt jeder Umzug auch Nachteile mit sich: Wenn Sie nur der Arbeit wegen umziehen und Ihr neuer Wohnort von geringem Interesse ist, kann sich dies negativ auf Ihr Privatleben auswirken. Außerdem müssen Sie mit bestimmten Umzugskosten rechnen – ungeachtet dessen, dass diese zumindest teilweise von der Steuer absetzbar sind.

Mit welchen Umzugskosten Sie rechnen müssen

Umzugskosten
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Die Umzugskosten in eine andere Stadt sind von der Entfernung zu Ihrem aktuellen Wohnort abhängig. Außerdem kommt es auch darauf an, wie viele Gegenstände transportiert werden müssen. Haben Sie viele Möbel, die Sie an Ihren neuen Wohnort mitnehmen möchten, müssen Sie mit einigen Kosten rechnen.

Mit der Umzugskostenpauschale wird festgelegt, was Sie bei berufsbedingtem Umzug steuerlich absetzen können. Nach aktuellem Stand steht Verheirateten oder Alleinerziehenden eine Pauschale von 1.639 Euro zu, Singles können 820 Euro steuerlich geltend machen. Für jede zusätzliche Person gibt es 361 Euro.

Lebenshaltungskosten in der neuen Stadt berechnen

Es kann sein, dass Sie in eine Stadt ziehen, in der sich die Mietpreise sowie die Preise für Lebensmittel und andere Notwendigkeiten nicht von denjenigen an Ihrem aktuellen Wohnort unterscheiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben über einen Haushaltsrechner ermitteln lassen. Falls Sie in eine Stadt ziehen, in der die Lebenshaltungskosten höher sind, sollten Sie dies vor allem in den ersten Wochen berücksichtigen.

Weitere wichtige Punkte beim berufsbedingten Umzug

Wohnung ummelden
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Ein berufsbedingter Wohnortwechsel bedeutet, dass Sie Ihre alte Wohnung auflösen müssen. Vergessen Sie zudem nicht, die verschiedenen Dienstleistungsanbieter über Ihre Adressänderung zu informieren. Auch müssen Sie sich am neuen Wohnort ummelden. Für die Ummeldung stehen Ihnen 14 Tage zur Verfügung, wobei die Frist mit dem Datum des Mietvertrags beginnt.

Checkliste für Ihren berufsbedingten Umzug

  • Vergewissern Sie sich, dass Sie eine feste Stelle haben.
  • Wählen Sie eine passende Wohnung.
  • Achten Sie bei der Wohnungssuche auf die Lage und die Umgebung.
  • Informieren Sie sich über die Lebenshaltungskosten an Ihrem neuen Wohnort.
  • Melden Sie sich innerhalb von 14 Tagen beim Einwohnermeldeamt um.
  • Nehmen Sie eine Umzugskostenpauschale in Anspruch, um die Umzugskosten zu decken.

Fazit
Ein berufsbedingter Ortswechsel ist mit entsprechenden Kosten und Veränderungen verbunden. Sobald Sie eine Zusage von Ihrem neuen Arbeitgeber erhalten haben, sollten Sie auch schon mit der Wohnungssuche beginnen. Sie können sich passende Objekte bereits im Vorfeld bei einer virtuellen Wohnungsbesichtigung ansehen. Die Umzugskosten sind von der Steuer absetzbar oder können durch eine Umzugskostenpauschale ausgeglichen werden.