Warum Mitarbeiter das wichtigste Kapital im Unternehmen sind und wie Sie es pflegen

Unternehmen, die den Fehler machen, ihren Maschinen mehr Aufmerksamkkeit zu widmen als den eigenen Mitarbeitern, verschenken ihr wertvollstes Kapital.

Mitarbeiter Kapital UnternehmenEin Unternehmen steht und fällt mit seinen Mitarbeitern. Dieser eine Satz sagt bereits aus, was ich Ihnen im folgenden Beitrag verdeutlichen will. Sie sind der Chef, doch ohne engagierte Menschen, die komplett hinter Ihnen stehen, kann und wird Ihr Unternehmen nicht funktionieren.

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital, dass eine Firma haben kann. Diesen Fakt müssen sich Geschäftsleute täglich vor Augen halten und vor allem würdigen. Nicht ohne Grund wird das Thema der Arbeitgeberattraktivität mehr und mehr polarisiert.

Wertschätzung vermitteln

Wenn es Ihnen gelungen ist, qualifizierte Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen, wollen Sie diese natürlich auch halten. Ein Irrglaube ist, dass Personal sich nur mit finanziellen Mitteln binden lässt. Geldgeschenke sind ohne Zweifel immer gern gesehen, aber nicht das Non plus Ultra. Wichtiger ist es, jedem einzelnen Kollegen seine Wertschätzung auszudrücken. Ein aktuelles Beispiel: Momentan finden in fast jedem Unternehmen Weihnachtsfeiern statt. Die Chefetage bedankt sich mit gutem Essen und Präsenten. Hierbei kommt es darauf an, wie die Weihnachtsgeschenke für Mitarbeiter ausgesucht und überreicht werden. Je mehr Gedanken Sie sich darum machen, desto besser. Individuell und persönlich soll es sein. Mit einem Tankgutschein treffen Sie beim Mitarbeiter mit dem weitesten Arbeitsweg sicher ins Schwarze. Ein Familienvater freut sich indes mehr über ein Ticket für einen Freizeitpark. Sie verstehen, was ich meine?

Kapitalpflege durch Bedürfnisermittlung

Ihr Ziel als Unternehmer ist es, das rein finanzielle Kapital zu vermehren. Umsatz können Sie aber nur erwirtschaften, wenn Sie Ihr teuerstes Kapital, also Ihren Mitarbeiterstamm, auch pflegen. Nur wer motiviert ist, bringt Leistung. Um die Bedürfnisse Ihrer Angestellten erfüllen zu können, müssen Sie sich in deren Lage versetzen. Die Maslowsche Bedürfnispyramide bringt es auf den Punkt.

  1. Grund- und Existenzbedürfnisse
  2. Der unterste Baustein der Motivationspyramide deckt die Grundbedürfnisse, wie Essen, Trinken und Schlafen, ab. In der Praxis lässt sich das ganz einfach mit geregelten Arbeits- und Pausenzeiten umsetzen. Somit gewähren Sie Ihren Mitarbeitern einen gesunden Ausgleich zwischen Job und Privatleben. Je nach Firmengröße kann dazu auch ein Kantinenangebot gehören.

  3. Das Sicherheitsbedürfnis
  4. Auch das Gefühl, dass man sich sorgt, gehört zur Kapitalpflege dazu. Als Chef können Sie, poetisch gesprochen, mit Ihrem Beschützerinstinkt punkten. Dazu gehört ein optimaler Arbeitsschutz, gerade in Produktionsfirmen. Aber auch die Gewissheit, einen festen Arbeitsplatz zu haben, festigt das Sicherheitsgefühl Ihrer Mitarbeiter.
    Maslowsche Bedürfnispyramide

  5. Soziale Bedürfnisse
  6. Die sozialen Wünsche zielen auf das Miteinander ab. Geben Sie jedem einzelnen Mitarbeiter das Gefühl, Teil der Gemeinschaft zu sein. Gerade bei Teamarbeit lässt sich das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit gut umsetzen.

  7. Anerkennung und Wertschätzung
  8. Punkt 4 der Motivationspyramide stellt den Anspruch nach Wertschätzung und Anerkennung dar. Wie oben bereits erwähnt, muss Leistung nicht zwingend mit Bargeld honoriert werden. Ein von Herzen kommendes Dankeschön zeigt Ihrem Mitarbeiter, dass Sie seine Arbeit zu schätzen wissen. Darüber hinaus gehören auch alle Maßnahmen des beruflichen Erfolgs, zum Beispiel eine Beförderung, in diese Ebene.

  9. Selbstverwirklichung
  10. Ihre Mitarbeiter sind keine Marionetten! Geben Sie Ihnen deshalb die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten. Soweit es machbar ist, können dies eigene Ideen in der Produktionsentwicklung sein, oder Vorschläge für eine bessere Verkaufsstrategie. Jeder Angestellte kann mit seinen individuellen Talenten eine Bereicherung für das Unternehmen sein – Sie müssen ihn nur lassen.

Mitarbeiter: Kostenfaktor oder Wirtschaftskraft?

Ein Fehler, der leider in vielen Unternehmen noch begangen wird ist, die Belegschaft als reinen Kostenfaktor zu sehen. Natürlich müssen die Mitarbeiter bezahlt und die Lohnnebenkosten erst einmal erwirtschaftet werden. Hier aber den Sparriegel vorzuschieben, ist der falsche Weg. Ihre Mitarbeiter sind Ihr Kapital, vergessen Sie das nicht. Investieren Sie in deren berufliche Weiterbildung und Sie werden langfristig belohnt. Mit dem „Schreckgespenst“ Fachkräftemangel müssen Sie sich zukünftig nicht mehr auseinandersetzen.


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