Umgangsformen am Arbeitsplatz – 7 Knigge-Tipps fürs Büro

Gute Umgangsformen am Arbeitsplatz sind das A und O für ein harmonisches Miteinander im Betrieb. Welche Knigge-Tipps besonders wichtig sind, erklären wir hier.

Umgangsformen am Arbeitsplatz
Umgangsformen am Arbeitsplatz

Die Umgangsformen am Arbeitsplatz haben großen Einfluss auf das gesamte Klima in einem Unternehmen und ein gutes Sozialverhalten kann sich nicht nur positiv auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter auswirken, sondern auch auf die eigene Karriere. Der Grund dafür ist, dass Kollegen und Chefs nicht nur die fachliche Leistung sehen und bewerten, sondern auch das Auftreten, Benehmen sowie den Umgangston. Kollegiales Verhalten und freundliche Umgangsformen am Arbeitsplatz haben deshalb bereits viele Karrieren beschleunigt.

1. Sensibler Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten

Zu einer guten Umgangsform gehört vor allem, jedem Gesprächspartner mit Respekt und Sensibilität zu begegnen. Dies trägt dazu bei, dass man bei Vorgesetzten und Kollegen in positiver Weise in Erinnerung bleibt. Zudem eröffnet einem der respektvolle und sensible Umgang die Möglichkeit, in schwierigen Gesprächen auch einmal kritische Anmerkungen zu machen, ohne dass diese falsch verstanden und als Angriff gewertet werden. Vor allem für Mitarbeiter, die für Kundenkontakte, geschäftliche Verhandlungen oder Personalfragen zuständig sind, ist ein solcher Umgang von größter Bedeutung, weil die Fähigkeit, sich gerade in problematischen Situationen adäquat zu verhalten, eine natürliche Autorität verleiht, die von den meisten respektiert wird.

2. Ein Muss – Loyalität, Respekt und Diskretion

Ein Aspekt guter Umgangsformen am Arbeitsplatz ist die Loyalität gegenüber dem ganzen Unternehmen und dem jeweiligen Vorgesetzten. Besonders wichtig ist der Respekt gegenüber der Stellung des Chefs. Auch wenn man vielleicht nicht immer seine Meinung teilt, bleibt er der Vorgesetzte. Zu einem loyalen Verhalten zählt auch die Diskretion. Sowohl unternehmensinterne Informationen, als auch außerbetriebliche Angelegenheiten sind mit größter Diskretion zu behandeln. Loyalität wird von allen Unternehmen erwartet und von den meisten auch honoriert, deshalb gilt Loyalität als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Karriere.

3. Zeigen Sie soziales Verhalten

Angemessenes Verhalten zeigt sich vor allem beim Umgang mit Konflikten. Dies gilt insbesondere bei Konfliktsituationen, die Kollegen betreffen. Hier kann man sein ausgeprägtes Sozialverhalten zeigen, auch wenn man selbst gar nicht in den Konflikt involviert ist. Bevor die Situation soweit eskaliert, dass sie nur durch den Vorgesetzten gelöst werden kann, kann man sich als Außenstehender darum bemühen, den Konflikt zuerst mit den Betroffenen zu klären, bevor man den Chef einschaltet.

4. Respektieren Sie bestehende Umgangsformen

Gerade, wenn man neu in ein Unternehmen kommt, ist es sehr wichtig, den Kollegen zu zeigen, dass man an einer guten Arbeitsatmosphäre mitarbeiten möchte. Um dies zu erreichen, ist es sinnvoll, von Beginn an die im Unternehmen geltenden Umgangsformen und Umgangsregeln zu verinnerlichen und sie zu respektieren. Wichtig sind hier z.B. Regelungen bezüglich der Anrede. Oft gibt beispielsweise die Unternehmensphilosophie vor, ob man Kollegen mit Sie oder Du anspricht.

5. Akzeptieren Sie Rituale

In jedem Unternehmen entwickeln sich im Laufe der Zeit bestimmte Rituale, die dem Umgang eine sinnvolle Struktur geben. Solche Rituale bzw. Umgangsformen sind nicht selten das Ergebnis von Erfahrungen, wie im Unternehmen Arbeitsprozesse optimal ablaufen und zwischenmenschliche Konflikte vermieden werden können. Gerade für neue Mitarbeiter ist es deshalb ratsam, solche Rituale zu verinnerlichen und auch zu pflegen. Als Beispiel kann hier die Tatsache dienen, dass für viele Kollegen ihr Schreibtisch oder ihr Büro ein zu respektierender Schutzraum ist, weshalb z.B. auf Anklopfen großer Wert gelegt wird.

6. Umgangsform Nr. 1 – Pünktlichkeit

Unpünktlichkeit wird von Kollegen, Vorgesetzten und auch Kunden als mangelnde Wertschätzung, schlechter Umgang und Respektlosigkeit angesehen und missbilligt. Gerade bei internen Meetings mit Vorgesetzten, Kundenterminen oder Besprechungen mit Kollegen zeugt Pünktlichkeit von gutem und respektvollem Benehmen. Sollte man sich aus nicht selbst verschuldeten Gründen einmal verspäten, so gehört es zum guten Ton, sich zumindest telefonisch zu entschuldigen und den oder die wartenden Personen um etwas Geduld zu bitten.

7. Nehmen Sie Rücksicht

Eine Verhaltensweise, die von Kollegen sehr geschätzt wird, ist die Rücksichtnahme. Beispielsweise gehört es zum guten Umgang, Kollegen um Erlaubnis zu fragen, wenn man in einem Großraumbüro das Fenster öffnen oder sich etwas ausleihen möchte.


1 Kommentar

  1. 7 Sehr gute und wichtige Tipps.

    Loyalität basiert meiner Meinung nach immer auf guter Kommunikation. Aus unserer Kommunikation mit anderen filtern wir heraus, ob wir verstanden, gemocht und geschätzt werden. Wir interpretieren die Signale, die uns sagen, in dieser Gruppe sind wir sozial akzeptiert, sie gibt uns Sicherheit, wir können allen vertrauen. Jeder Fehler in der Kommunikation signalisiert hingegen: Ablehnung, Verlust von Sicherheit oder sozialem Rang, Gefahr und Kampf. Jeder dieser Fehler, der von einem Vorgesetzten begangen wird zählt doppelt. Wer wird sich wohl loyaler gegenüber der Firma verhalten, der Akzeptierte oder der Ausgestoßene?
    Da wir alle von Kindesbeinen an jeden Tag kommunizieren, glauben wir alle, wir wüssten, wie es geht und wir könnten es. Aber das ist ein großer Irrtum. Die große Zahl an Missverständnissen, an Streitereien zwischen Kollegen und der tägliche Frust über den Chef sind der beste Beweis. Man muss sich also wirklich damit beschäftigen und aktiv etwas dafür tun, dass die Kommunikation sich verbessert. Eine Hilfestellung könnte ein Kommunikationstraining sein.

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