Mausarm und Schulterschmerzen – Was tun?

Ein Mausarm oder auch Schulterschmerzen, sind die Folge von jahrelanger Arbeit am PC und dem ständigen Sitzen am Schreibtisch. Was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Schulterschmerzen - Was tun?

Schulterschmerzen - Was tun?

Der PC und damit die einseitige Arbeit im Sitzen, unter Einsatz der Hände, sind zur Normalität geworden, und selbst Kinder verbringen oft schon Stunden damit, aufrecht zu sitzen, und ihre Handgelenke und Schultermuskulatur zu beanspruchen. Dass sich aus einer solchen eigentlich unnatürlichen Position irgendwann einmal Verspannungen entwickeln, liegt auf der Hand.

Was genau ist eigentlich ein Mausarm?

Der sogenannte Mausarm bzw. Schulterschmerzen, die sogar zu chronischen Kopfschmerzen führen können, sind Phänomene, die inzwischen große Teile der Bevölkerung betreffen. Unter Mausarm versteht man eine dem Tennisarm vergleichbare Kondition, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Arm, bzw. die Muskulatur des Handgelenks der Schreibhand durch Dauerbelastung im Extremfall bewegungsunfähig werden kann.



Wie äußert sich ein Mausarm?

Vorformen sind aber auch Versteifungen, ein stechender Schmerz, der sehr unangenehm als Begleiter der Arbeit ist. Schulterschmerzen entstehen im Grunde als logische Konsequenz der Verspannungen im Unterarm. Man könnte sich das wie eine Welle vorstellen, einen Schmerz, der sich von unten nach oben über den Schulterbereich ausdehnt.

Alles ist verspannt – Mausarm, Schulterschmerzen – Was tun?

Der beste Weg, sich vor einem Mausarm zu schützen, ist natürlich die Prophylaxe. Wenn Sie einige Dinge beachten, sollten ein Mausarm bzw. die oft noch viel unangenehmeren Schulterschmerzen gar nicht entstehen.

Tipp 1 – Der richtige Schreibtisch
Wichtig ist zum einen, sich den Arbeitsplatz anzusehen. Ist der Schreibtisch zu hoch, muss man sich danach strecken, ist er zu niedrig angesetzt? Beides ist unvorteilhaft, kann aber leicht abgestellt werden, zur Not, indem Sie die Möbel austauschen.

Tipp 2 – Öfter mal bewegen
Die beste Art, Schulterschmerzen vorzubeugen ist aber die, sich nicht auf lange Zeit am PC fest zu setzen, sondern regelmäßig für Bewegung und Entlastung sowohl des Handgelenks als auch der Schultern zu sorgen. Stehen Sie auf, holen Sie sich etwas zu trinken, schütteln Sie Ihre Handgelenke aus.

Wenn es passiert ist – Sport hilft

Wenn sich die Krämpfe und Verspannungen bereits manifestiert haben, hilft oft nur noch Sport bzw. eine gezielte Bewegung.

Um das Handgelenk zu entlasten, können Sie mit  einem speziellen Ball (Powerball) arbeiten, die alle Sehnen der Hand beanspruchen und so der Einseitigkeit etwas entgegen setzen.

» Streck- und Dehnübungen
Den Schulterschmerzen begegnen Sie am besten, indem Sie öfter mal eine Pause und  gezielt Gegenbewegungen machen. Das heißt, dem Rundrücken setzen Sie Streck- und Dehnübungen in die andere Richtung entgegen. Sie können sich Ihren Körper wie ein Gummiband vorstellen, das sich, wenn es nur immer in eine Richtung gezogen wird, verformt, bzw. ausleiert. Eine Balance herzustellen, ist wichtig und auch nur fair dem Körper gegenüber.

» Feldenkrais Übungen
Ganz schlimme Schulterschmerzen sollten Sie gezielt mit Rückengymnastik, Pilates oder Feldenkraisübungen bekämpfen. Solche Techniken sind auch die Anerkennung und die Zeit, die Sie Ihrem Körper zollen. Er hat für den Tag genug geleistet, nun bekommt er Ihre volle Aufmerksamkeit.

Feldenkrais Übungen

» Pilates Übungen
Beim Pilates, das zudem noch viel Spaß macht, wird gezielt die innere Muskulatur (dort “das Powerhouse“ genannt) gestärkt, so dass der Rücken und damit auch der Schulterbereich gekräftigt wird.

Pilates Übungen

Entspannung, Wärme, Wellness

Last not least sollten Sie neben den nur auf den Körper ausgerichteten Übungen bzw. Maßnahmen auch auf einen emotionalen Ausgleich achten. Ein Mausarm kann hier, so unangenehm er ist, sogar ein Warnzeichen sein, Stopp, du machst zu viel, wo bleibst du? Dem können Sie mit regelmäßigen Aktivitäten begegnen, die einfach nur entspannen, die Freude bringen: Sauna mit viel Muße, die Wärme so richtig genießen, ein Wannenbad mit Melissezusätzen oder einfach nur faul in eine Decke gewickelt Musik hören. Der Körper gehört auch zur Seele und umgekehrt!


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