Förderung oder Kündigung: Forderungen einer neuen Mitarbeitergeneration

Weiterbildungen stehen hoch im Kurs. Doch laut einer Umfrage bieten nur etwa 51 Prozent aller deutschen Unternehmen seinen Mitarbeitern die Chance dazu. Bei den Mitarbeitern führt das zu einer großen Unzufriedenheit.

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Nur 51 Prozent der deutschen Unternehmen ermöglichen seinen Mitarbeitern eine Weiterbildung

Kaum jemand arbeitet heutzutage noch von der Ausbildung bis zum Ruhestand in ein und demselben Unternehmen. Zu groß ist nach einigen Jahren meist die Sehnsucht nach mehr Verantwortung und mehr Geld. Zwangsläufig ist es dann früher oder später an der Zeit, sich nach einem neuen Job umzusehen und den Arbeitgeber zu wechseln.

Doch nicht immer hängt diese Entscheidung von Faktoren wie Gehalt oder der Position in einer Rangordnung ab, mittlerweile hat auch der subjektive Karriereerfolg einen viel größeren Stellenwert: Viele Menschen möchten auch in ihrem Beruf reifen, sich weiterentwickeln und in der Lage sein, sich auf neue Herausforderungen in ihrer entsprechenden Branche einstellen zu können. Gerade angesichts der sich in einer digitalen Welt ständig verändernden Arbeitsbedingungen und technischen Möglichkeiten ist dies ohne angemessene Weiterbildung jedoch kaum mehr möglich. (Lesetipp: 6 Gründe warum berufliche Weiterbildung dringend notwendig ist)

Nur Hälfte aller Unternehmen ermöglicht Weiterbildungen

Und tatsächlich stehen die meisten Arbeitgeber dem Wunsch nach Weiterbildung, den viele Mitarbeiter hegen, grundsätzlich positiv gegenüber. Könnte sich ein Unternehmen den perfekten Mitarbeiter modellieren, wäre er schließlich wohl motiviert, belastbar, flexibel, er könnte gut im Team arbeiten und würde sich auch regelmäßig weiterbilden – nicht aber auf Firmenkosten.

Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW) zeigt, dass gerade einmal die Hälfte (51 Prozent) aller deutschen Unternehmen seinen Mitarbeitern betriebliche Weiterbildung ermöglicht. Noch geringer ist der Anteil der Mitarbeiter, die mit ihrem Chef konkrete Zielvereinbarungen hinsichtlich der eigenen Entwicklung treffen (49 Prozent). Immerhin gaben 61 Prozent der Befragten an, an internen Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen zu können.

Unzufriedenheit kann zur Kündigung führen

Vielen Angestellten reicht dies jedoch nicht. Nahezu ein Drittel der Erwerbstätigen, so die Umfrage, fühlt sich von seinem Vorgesetzten nicht unterstützt, nicht hinreichend gefördert, wenn es darum geht, sich beruflich weiterzubilden. Vor allem für jüngere Mitarbeiter spielt die Möglichkeit, eine Weiterbildung zu absolvieren, wie sie etwa die WBS Training AG in vielen verschiedenen Fachbereichen anbietet, jedoch eine zentrale Rolle bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber.

Besteht diese Möglichkeit nicht, führt dies langfristig zu großer Unzufriedenheit bei den Mitarbeitern, was letztlich in dem Entschluss münden kann zu kündigen (Lesetipp: Kündigungsschreiben zum Arbeitsvertrag – Vorlagen und Tipps). 42 Prozent der 18- bis 35-Jährigen gaben dementsprechend an, bei einem Jobwechsel den Arbeitgeber vorzuziehen, der eine Weiterbildung bewilligt. Doch nicht jede Weiterbildung stellt die Angestellten zwangsläufig zufrieden, vielmehr gilt es, auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen einzugehen. Denn nur wenn eine Weiterbildung einen konkreten Nutzen für einen Arbeitnehmer hat, trägt sie effektiv dazu bei, ihn langfristig an das Unternehmen zu binden.


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