Arbeitsplatz im Wohnzimmer integrieren – So trennen Sie Arbeits- und Wohnbereich optimal voneinander

Auch wenn zuhause kein Extra-Raum als Büro zur Verfügung steht, muss der Traum vom Home Office nicht gleich platzen. Sie können den Arbeitsplatz auch im Wohnzimmer integrieren.

Arbeitsplatz im Wohnzimmer integrieren
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Keine Fahrten ins Büro mehr, keine anstrengenden Kollegen und viel mehr Ruhe bei der Arbeit: das wünschen sich viele deutsche Arbeitnehmer. Für einige ist dieser Traum mittlerweile wahr geworden, denn laut Bitkom.org können Mitarbeiter in knapp jedem dritten deutschen Unternehmen (30%) ganz oder teilweise von zuhause aus arbeiten. Tendenz steigend. Denn laut Statista.com erwarten 43% der Unternehmen, dass der Anteil der Home-Office-Mitarbeiter in den kommenden fünf bis zehn Jahren weiter steigen wird. Das ist ja auch kein Wunder, denn schließlich bietet ein Home Office einige Vorteile. Sie müssen sich morgens z.B. nicht durch den Berufsverkehr quälen, sparen Fahrkosten, können sich die Arbeits- und Pausenzeiten selbst einteilen und gewinnen somit sogar mehr Zeit mit der Familie. Klasse, oder?

Allerdings erfordert dieses Arbeitsmodell auch viel Selbstdisziplin. Und natürlich auch einen geeigneten Arbeitsplatz. Sich einfach mit dem Laptop an den Küchentisch setzen, geht selbstverständlich nicht. Sie müssen schon einen richtigen Arbeitsplatz haben, an dem Sie ungestört kreativ sein und sich ganz auf Ihre Arbeit konzentrieren können. Ein Extra-Raum im Haus bzw. in der Wohnung wäre dafür natürlich ideal. Steht dieser Extra-Raum nicht zur Verfügung, dann müssen eben andere Räume wie zum Beispiel das Wohnzimmer als Arbeitsplatz herhalten. Das ist prinzipiell kein Problem, so lange Sie bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes einiges beachten.

So richten Sie Ihren Arbeitsplatz im Wohnzimmer richtig ein

❍ den richtigen Platz finden:

Stellen Sie sich in Ihr Wohnzimmer und begutachten Sie es. Wo gibt es eine Stelle im Raum, die ungenutzt ist? Eignet sich diese als Arbeitsplatz? Wenn nicht: könnten Sie das Wohnzimmer umräumen, um so Platz für Schreibtisch und Co. zu schaffen? Dann ran an die Arbeit und das Wohnzimmer etwas umgestalten, damit sich das Home Office optimal im Raum integrieren lässt. Vielleicht wollten Sie das Wohnzimmer ja eh schon lange mal wieder renovieren. Dann ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür gekommen.

Wählen Sie auf jeden Fall einen Bereich im Wohnzimmer aus, der genügend Sonneneinstrahlung bietet, damit Sie bei natürlichem Licht arbeiten können. Zudem sollte der Bereich im Wohnzimmer nicht zu klein sein. Sonst fühlen Sie sich nachher schnell eingeengt, was mit der Zeit auch recht anstrengend werden kann.

Wichtig:
Funktionieren Sie niemals einen Couch- oder Esstisch als Arbeitsplatz um. Sie sollten schon ein festen Platz im Raum haben, den Sie ausschließlich zum Arbeiten nutzen. So arbeiten Sie viel konzentrierter und verhindern Unordnung im Wohnzimmer.

❍ Arbeits- und Wohnbereich voneinander trennen:

Arbeit und Freizeit sollten Sie unbedingt voneinander trennen. Das gilt eben auch im räumlichen Sinne. Ansonsten kann es passieren, dass Sie abends auf der Couch liegen, zum Arbeitsplatz schauen und dann zum Beispiel ständig nur an das Projekt denken, das in drei Tagen fertig sein muss. So können Sie niemals richtig von der Arbeit abschalten. Also trennen Sie Wohn- und Arbeitsbereich am besten durch einen leichten Vorhang. Ganz nach dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ können Sie dann ganz entspannt auf der Couch relaxen, ohne dabei ständig Ihren Arbeitsplatz im Blick zu haben. Ein Raumteiler wäre sogar eine noch bessere Alternative, da dieser gleichzeitig auch noch Stauraum bietet.

❍ die richtige Büroeinrichtung auswählen:

Wir reden hier von einem Arbeitsplatz. Also sollten Sie diesen auch wie einen Arbeitsplatz in einem richtigen Büro einrichten. Sie benötigen also zunächst einmal einen Schreibtisch. Ob Sie sich dabei für ein klassisches Modell entscheiden oder für einen Sitz- und Steharbeitsplatz bleibt ganz Ihnen überlassen. Fakt ist, dass zu langes Sitzen und mangelnde Bewegung zu Verspannungen und Rückenschmerzen führen können. Schmerzen und langfristige Schäden sind also nach langem Sitzen vorprogrammiert. Ein Sitz- und Steharbeitsplatz ist deshalb absolut zu empfehlen. Eine ausgewogene Belastung sollte schließlich aus 60% sitzender Tätigkeit, 30% stehender Tätigkeit und 10% Arbeit im Gehen bestehen (Quelle: www.immobilienscout24.de/gewerbe/lexikon/steharbeitsplatz.html). Außerdem benötigen Sie einen vernünftigen Arbeitsstuhl, der ergonomisch geformt ist und somit Rückenschmerzen verhindert.

Um Aktenordner und Co. zu verstauen, bieten sich hohe Regale oder Aktenschränke an. Hier sollten Sie sich am besten für Aktenschränke mit Schwebetüren, Querrollladen oder Schiebetüren entscheiden, denn diese nehmen beim Öffnen keinen weiteren Platz im Raum in Anspruch. Achten Sie bei der Wahl des Aktenschrankes jedoch nicht nur auf die Optik, sondern auch auf Stabilität, Stauraum, Material und Größe (nähere Informationen bzw. Tipps dazu erhalten Sie unter www.moebelshop24.de/bueromoebel/aktenschraenke.html).

❍ für genügend Licht sorgen:

Am besten ist es natürlich, wenn Sie Ihren Schreibtisch in der Nähe von einem Fenster platzieren können. So ist schon mal für genügend Licht gesorgt. Arbeiten Sie jedoch oftmals bis in die späten Abendstunden, dann muss unbedingt eine Schreibtischlampe her. Sie sollte so stehen, dass das Licht nicht auf den Computerbildschirm trifft und es so reflektiert. Das erschwert die Arbeit am Computer ungemein. Wählen Sie deshalb am besten auch eine Tageslichtlampe aus, denn Ihre Augen werden so am besten geschont. Außerdem kommt es bei derartigen Lampen nicht so schnell zu Ermüdung, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen.


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